27.05.2020 -> Anhörung zum Patientendaten-Schutz-Gesetz: Gemeinsame Stellungnahme der Zahnärzteschaft

Zahnärzt/innen sind nur für ihre Praxis datenschutzrechtlich verantwortlich. Denn nur das ist beherrschbar, was sich tatsächlich innerhalb der Praxis beeinflussen lässt. Darauf weist die BZÄK zur Anhörung zum Entwurf des Gesetzes zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur (Patientendaten-Schutz-Gesetz – PDSG) hin. Die BZÄK begrüßt, dass sich der Gesetzgeber ihrer Forderung weitestgehend angenähert hat, die datenschutzrechtliche Verantwortung der Leistungserbringer vor dem Konnektor enden zu lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bzaek.de/presse/presseinformationen/presseinformation/datenschutz-nur-im-eigenen-verantwortungsbereich.html

26.05.2020 -> Systemrelevanz: Die zahnmedizinische Prävention ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Deutschland nimmt nach wie vor einen Spitzenplatz in der Mundgesundheit ein. Die BZÄK hat eine neue Infografik „Kariesbefall bei 12-Jährigen im internationalen Vergleich“ erstellt, die den DMF-T-Index, die durchschnittliche Anzahl kariöser, gefüllter oder fehlender Zähne, bei 12-Jährigen im Ländervergleich einordnet.

Zur Grafik gelangen Sie hier: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/grafiken/karies/dmft_karies_internVergleich.jpg

25.05.2020 -> Beantragung des eHBA ab Ende Juni bei der LZK RLP möglich

Der Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) im deutschen Gesundheitswesen wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) weiter vorangetrieben. Bislang erfolgt über die TI nur der Abgleich der sog. Stammdaten. Weitere Anwendungen wie Notfalldatenmanagement oder der elektronische Medikationsplan sollen im Laufe des Jahres folgen. Erst wenn diese Anwendungen von der zuständigen Projektgesellschaft des BMG, der gematik, zugelassen wurden, benötigen  Zahnärzt/innen den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA).

Der eHBA wird von den Landeszahnärztekammern ausgegeben. In Rheinland-Pfalz können die Ausweise ab Ende des zweiten Quartals 2020 bei der Landeszahnärztekammer bestellt werden. Voraussichtlich werden dann drei Anbieter bzw. Produzenten von Ausweisen zur Auswahl stehen. Die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung werden Sie rechtzeitig über den Bestellprozess informieren.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.lzk.de/medien/meldungen/2020-03-10-ehba/

21.05.2020 -> Umfrage des IFB zu Corona-Hilfen für Freie Berufe

Im Auftrag des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) führt das Institut für Freie Berufe (IFB) aktuell eine Umfrage zum Thema Corona-Hilfen durch. Hierbei werden die Ansichten der Freiberufler hinsichtlich der verschiedenen Hilfsprogramme und die Einschätzung der eigenen zukünftigen wirtschaftlichen Lage abgefragt. Die Umfrage ist bis zum 01.06.2020 erreichbar.

Hier geht es zur Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/wfunk_Friedrich-Alexander-Univer/beb4/

20.05.2020 -> Repräsentative Erhebung analysiert die Auswirkungen der Coronakrise in Zahnarztpraxen

Nun liegen deutschlandweit repräsentative Daten aus dem GOZ-Analyse-Panel der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) vor: Im Bundesdurchschnitt schätzen die Praxen den Rückgang des Arbeitsaufkommens zwischen Anfang Februar und Anfang April auf mehr als 50 Prozent. Kurzarbeit musste im Bundesdurchschnitt von über zwei Dritteln der Praxen in Anspruch genommen werden (69,8 Prozent).

Die Einschätzungen variieren, je nach Infektionsgeschehen und länderspezifischen Regelungen, zwischen 59,2 Prozent und 40,5 Prozent.  Obwohl die Praxen flächendeckend für ihre Patienten erreichbar blieben, mussten sie ihre Sprechzeiten um durchschnittlich gut ein Drittel (38,7 Prozent) reduzieren. Am deutlichsten zeigte sich dies in Berlin (-43,2 Prozent). Im Bundesdurchschnitt waren die Zahnärzte Anfang April 25,2 Stunden pro Woche in der Praxis anwesend, darüber hinaus war jedoch die telefonische Erreichbarkeit außerhalb der Sprechzeiten gewährleistet. Beinahe die Hälfte der Praxen hatte ihren Betrieb auf Notfallbehandlung umgestellt (44,6 Prozent). Als Gründe wurden Infektionsschutz (38,1 Prozent), vorbeugende Empfehlungen der Körperschaften (28,0 Prozent), Terminabsagen der Patienten (27,1 Prozent) sowie fehlende oder knappe Schutzausrüstung (19,6 Prozent) genannt (Mehrfachnennungen mgl.). In Bundesländern, in denen das Ministerium entsprechende Verordnungen erlassen hatte, kamen auch diese zum Tragen. Ein weiterer Grund war Personalmangel in der Praxis (entweder Zahnarzt/Personal Risikogruppe oder fehlende Kinderbetreuung).

„Die immensen Verluste werden sich nicht in anderen Monaten nachholen lassen können, dies ist organisatorisch und personell gar nicht möglich, arbeitsrechtlich können die Stunden ja nicht einfach hinten an die Öffnungszeiten drangehängt werden“, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. „Zahnmedizin ist viel ausstattungsintensiver als andere Fachbereiche, warum gerade hier nicht die gleichen Schutzmechanismen greifen wie im restlichen Gesundheitssystem, ist faktisch nicht begründbar. Für die ohnehin kreditbelasteten Praxen ist diese Situation folgenschwer.“
In die Auswertung einbezogen wurden Antworten von über 1.000 Praxen aus dem GOZ-Analyse-Panel der BZÄK. Aufgrund der Struktur des Panels sind repräsentative Hochrechnungen sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene möglich. In einem nächsten Schritt werden derzeit anhand der anonymisierten GOZ-Abrechnungsdaten der Teilnehmer auch die tatsächlichen Auswirkungen der Krise auf das Leistungsgeschehen und die  Umsatzentwicklung in den Praxen untersucht.